Matcha – Trend oder neuer Standard?

Ein Blick in die Cafés in Städten reicht komplett aus um klar feststellen zu können: Das saftige Grün ist überall.

Ob als eiskalter Latte, im Cookieteig oder ganz klassisch und original als Grüntee – Matcha ist im Lifestyle vieler und vom Markt nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile wird der Matcha als Gegenstück zum Kaffee gesehen. Doch ist Matcha der nächste flüchtige Social Media Trend oder ein tatsächlich fester Bestandteil in der Kaffeewelt?
In diesem Blog möchten wir die Entstehung des berühmten Drinks, die Herstellung, die Zubereitung, unseren Bezug zu Matcha und den Trend näher betrachten.

Geschichte und Herkunft

Matcha kommt ursprünglich aus China und ist ein Grüntee. Bereits vor vielen Jahrhunderten wurden Teeblätter getrocknet. Der Tee kam besonders bei buddhistischen Mönchen gut an, da er sie wach und konzentriert hielt. Der Matcha von heute ähnelt dem Matcha-Tee, wie er zwischen 960 – 1279 zubereitet wurde. Mit heißem Wasser aufgeschlagen, wurde der Geschmack des grünen Pulvers freigesetzt.
Der Matcha entwickelte sich später in Japan weiter und heutzutage denkt man meist nur an dieses Land in Asien, wenn man Matcha hört.

Herstellung

Teepflanzen benötigen viel Sonnenlicht, um ihren vollen Geschmack entwickeln zu können. Beim Start der Herstellung werden auf Teeplantagen die Pflanzen beschattet und drei bis vier Wochen vor der Ernte mit Planen bedeckt.
Doch was ist der Grund dafür?
Es hat mehrere Vorteile für die Teepflanzen. Erstens werden die Teeblätter größer und breiter, um das wenige Sonnenlicht, das noch an die Blätter gelangt, einzufangen. Während diesem Herstellungsschritt steigt der Anteil von Chlorophyll, der Pflanzenfarbstoff, der dem Matcha die tiefgrüne Farbe verleiht. Weiters werden Aminosäuren angereichert, die dem Getränk den süßlichen Geschmack geben. Und zuletzt werden weniger Bitterstoffe angereichert, da die Pflanze diese zum Schutz gegen das starke Sonnenlicht entwickelt.
Folglich findet die Ernte der Blätter statt. Es werden nur die obersten beiden Blätter und die Knospe dazwischen geerntet. Für das Matchapulver werden die dünnsten und weichsten Blätter verwendet.
Die frisch gepflückten Blätter werden bedampft und belüftet. Damit wird die Farbe behalten und Feuchtigkeit bekämpft.
Beim Mahlen werden Steinmühlen benutzt. Zuletzt wird das fertige Pulver meist vakuumiert, um die Oxidation und den Verlust von Farbe und Aroma zu verhindern.

Mann bei einer Teeplantage

Zubereitung

Utensilien für die Matcha Zubereitung
  • 1–2 Gramm Matcha-Pulver (ca. 1/2 Teelöffel oder 2 Bambuslöffel)
  • ca. 80 ml Wasser (wichtig: heiß, aber nicht kochend – ideal sind 70 °C bis 80 °C)
  • Eine Matcha-Schale (Chawan) oder eine breite Tasse
  • Einen Matcha-Besen (Chasen) aus Bambus
  1. Matcha sieben (optional, aber empfohlen): Siebe das Pulver durch ein feines Teesieb direkt in die Schale. Das verhindert, dass sich später Klümpchen bilden.
  2. Wasser dazugeben: Gieße das warme Wasser über das Pulver. Wenn das Wasser zu heiß ist, verbrennt der Tee und wird bitter.
  3. Schaumig schlagen: Nimm den Bambusbesen und bewege ihn schnell aus dem Handgelenk in einer W- oder M-Form durch die Schale. Drücke den Besen dabei nicht fest an den Boden.
  4. Genießen: Nach etwa 20–30 Sekunden entsteht ein feiner, jadegrüner Schaum. Der Matcha ist fertig!

Unser Bezug zu Matcha

Lydia

Matcha ist für mich wie ein grünes Chamäleon in der Küche. Ob als herbe Note in cremigen Desserts oder als feine Nuance in herzhaften Saucen. Die leuchtende Farbe und der einzigartige Umami-Geschmack inspirieren mich täglich zu neuen Kreationen. Das perfekte Upgrade!

Claudia

Ich liebe es, unseren Gästen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, am liebsten mit einem frisch zubereiteten Matcha Latte! Das Ritual des Aufschäumens fasziniert mich jedes Mal aufs Neue. Wenn die Kunden den ersten Schluck nehmen und begeistert sind, ist mein Tag gerettet.

Andrea

Zwischen Zahlen, Bilanzen und Excel-Tabellen brauche ich einen klaren Kopf. Mein morgendlicher Matcha ist dafür das beste Geheimrezept. Er schenkt mir eine fokussierte, langanhaltende Energie ohne das typische Kaffee-Tief. Für mich die perfekte Balance aus Genuss und Produktivität.

Zoe

Nachdem alles blitzt und blinkt, belohne ich mich am liebsten mit einer eiskalten Matcha-Erfrischung. Das gibt mir sofort die Energie zurück, die ich beim Wirbeln im Café gelassen habe. Für mich bedeutet Matcha pure Erfrischung und mein persönlicher Wohlfühlmoment nach getaner Arbeit.

Trend oder fester Bestandteil

Der entscheidende Unterschied zu kurzlebigen Trends liegt in der Wirkung und im Geschmack. Matcha bietet eine echte, hochwertige Alternative für alle, die das gemütliche Ritual eines Café-Besuchs schätzen, aber eine Pause vom klassischen Kaffee suchen. Das darin enthaltene Koffein wird im Körper langsamer freigesetzt als beim Espresso. Das sorgt für einen sanften, langanhaltenden Energiekick ohne das gefürchtete „Kaffee-Tief“ oder Nervosität am Nachmittag. Zusammen mit der Aminosäure L-Theanin bewirkt Matcha eine einzigartige Kombination aus Fokus und Gelassenheit.

In der modernen Kaffeekultur hat sich das grüne Pulver deshalb längst als feste Säule etabliert. Hochwertiger Matcha, der traditionell mit dem Bambusbesen zubereitet wird, gehört heute in jedes gute Café, das Vielfalt und Qualität schätzt. Er ist gekommen, um zu bleiben – nicht als kurzfristiger Hype und auch nicht als Konkurrenz zum Kaffee, sondern als dauerhafter, neuer Standard und perfekte Bereicherung für unsere tägliche Genusszeit.